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24.06.2024
Terra Preta, die „schwarze Erde“ wurde bereits vor Jahrhunderten von indigenen Völkern des Amazonasbeckens aus Pflanzenkohle hergestellt. Durch Terra Preta konnten die indigenen Kulturen den nährstoffarmen Boden des Regenwaldes aufbessern und dauerhaft fruchtbar halten. Das an sich ist schon beeindruckend.
Denn eigentlich ist der Boden im Amazonasbecken nicht für Landwirtschaft geeignet. Tropische Böden scheinen auf den ersten Blick sehr fruchtbar, da sie eine ungeheure Vielfalt an Pflanzen und Tieren hervorbringen. Allerdings hat sie nur eine dünne Humusschicht. Wird der Regenwald gerodet, wird der Humus in kürzester Zeit abgebaut und die Nährstoffe mit dem reichlichen Regen abgespült. Durch Terra Preta konnten diese frühen indigenen Kulturen die Humusschicht aufbauen und dadurch den Boden dauerhaft fruchtbar für Landwirtschaft halten.
Terra Preta als Speicher
Durch ihre poröse Struktur verfügt Pflanzenkohle über eine große Oberfläche. Dadurch können Wasser und Nährstoffe besonders gut gespeichert werden. Darüber hinaus wird die Pflanzenkohle mit anderen Materialien wie Kompost, Dung, Urin, Wurmkompost oder Knochenmehl angereichert.
Was du Terra Preta erreichen kannst:
- Wasserspeicherkapazität erhöhen und den Wasserhaushalt im Boden verbessern.
- Den Boden aufbessern und die Bodenfruchtbarkeit über längere Zeiträume erhalten
- Kohlendioxid im Boden einlagern
- Durch die verbesserte Bodenstruktur können Bäume effizienter Nährstoffe aufnehmen und gesünder wachsen.
In diesem Artikel findest du mehr Informationen über das Düngen von Bäumen.
Wie wird Terra Preta hergestellt?
Oft wird Terra Preta durch Pyrolyse hergestellt: Astschnitt und Stammholz werden gehäckselt und in einer Karbonisierungsanlage bei Temperaturen zwischen 450 und 600 Grad Celsius verkohlt. Dadurch bleibt mehr Kohlenstoff in der Kohle gebunden, die dann in den Boden eingebracht werden kann.
Literaturempfehlung
Terra Preta. Die schwarze Revolution aus dem Regenwald. Mit Klimagärten die Welt retten und gesunde Lebensmittel produzieren. Herausgegeben von der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis Oekom.
Weiterführende Informationen
Natürlich düngen und das Bodenleben aktivieren
Die Kraft des Bodens
Tipps, Wissen und Praxis für starke Bäume
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Bäume brauchen Nährstoffe, um gesund zu wachsen. In vielen Gärten oder Städten fehlen diese Nährstoffe im Boden, zum Beispiel weil Laub entfernt wird oder der Boden stark genutzt wird. Eine passende Düngung kann helfen, den Boden zu verbessern und das Wachstum des Baumes zu unterstützen. Wichtig ist aber, nicht einfach „auf Verdacht“ zu düngen, denn manche Böden enthalten bereits genug Nährstoffe.
Organische Dünger wie Kompost oder Wurmkompost wirken langsamer, verbessern aber langfristig den Boden und fördern das Bodenleben. Mineralische Dünger wirken schneller, liefern aber meist nur einzelne Nährstoffe. Für viele Bäume ist eine organische Düngung langfristig die nachhaltigere Lösung.
Ja, das kann sehr hilfreich sein. Mit einer Bodenprobe lässt sich feststellen, welche Nährstoffe im Boden vorhanden sind und welche fehlen. Außerdem wird der pH-Wert gemessen. So kann man den Baum gezielt düngen und Überdüngung vermeiden. Eine einfache Bodenanalyse kostet meist nur etwa 20–40 €.
Ein Nährstoffmangel kann sich zum Beispiel durch gelbe oder blasse Blätter, schwaches Wachstum oder wenig Blüten zeigen. Allerdings können ähnliche Symptome auch durch Trockenheit oder verdichteten Boden entstehen. Deshalb sollte man immer zuerst prüfen, ob der Baum ausreichend Wasser bekommt.
Ja, das ist möglich. Bewässerungssäcke geben Wasser langsam an den Boden ab. Wenn ein flüssiger Dünger mit Wasser gemischt wird, gelangt er gleichmäßig in den Wurzelbereich. So kommt ein großer Teil des Bodens rund um den Baum mit der Nährlösung in Kontakt.
Die beste Zeit zum Düngen ist meist im Frühjahr und Frühsommer, wenn der Baum wächst und neue Blätter bildet. In dieser Phase kann der Baum die Nährstoffe besonders gut aufnehmen. Sehr späte Düngungen im Herbst sind meist nicht sinnvoll.
Im Boden leben viele Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze und Regenwürmer. Sie bauen organisches Material ab und machen Nährstoffe für Pflanzen verfügbar. Ein aktives Bodenleben hilft dem Baum also, Wasser und Nährstoffe besser aufzunehmen. Organische Dünger können dieses Bodenleben unterstützen.
Super Idee, einfache Handhabung und von der Bestellung bis zur Lieferung alles bestens.
Michael K.