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11.02.2026
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Inhaltsverzeichnis
- Was ist Pflanzenkohle?
- Was kann Pflanzenkohle?
- Was unterscheidet Pflanzenkohle von Dünger?
- Sind Pflanzenkohle und Terra Preta das Gleiche?
- Wie wird Pflanzenkohle richtig verwendet?
- Durch Pflanzenkohle Kohlenstoff speichern
- Baumbad Wurmkompost
Pflanzenkohle ist ein faszinierendes Naturprodukt, das den Boden verbessert und Kohlenstoff dauerhaft bindet. In diesem Artikel erfährst du, was Pflanzenkohle genau ist, wie sie wirkt und wie du sie richtig einsetzt.
Was ist Pflanzenkohle?
Pflanzenkohle wird aus pflanzlichem Material wie Holz oder Stroh hergestellt. Anders als bei einer herkömmlichen Verbrennung wird das Material dabei nicht mit Flamme verbrannt, sondern in einem speziellen Verfahren, der sogenannten Pyrolyse. Das Besondere an der Pyrolyse ist die Kombination extrem hoher Temperaturen (400 bis 700 °C) mit wenig bis keinem Sauerstoff. Die organische Masse verkohlt dabei langsam und gleichmäßig. Es entsteht ein homogenes, feinporöses und karbonisiertes Material mit sehr hohem Kohlenstoffgehalt und einer enormen inneren Oberfläche.
Im Gegensatz zur Grillkohle dient Pflanzenkohle nicht als Brennstoff, sondern als Bodenverbesserer und als Langzeit-Kohlenstoffspeicher. Das macht sie auch aus klimapolitischer Sicht interessant.
Was kann Pflanzenkohle?
Laut einer Studie des Schweizer Forschungsinstituts Agroscope (2021) kann Pflanzenkohle folgende Wirkungen auf den Boden haben:
- fördert das Wurzelwachstum
- unterstützt den Humusaufbau
- verbessert die Bodenstruktur
- erhöht die Wasserspeicherfähigkeit
- kann Nährstoffe binden und so deren Auswaschung reduzieren
- reduziert die Schwermetallbelastung
- speichert Kohlenstoff langfristig
Was unterscheidet Pflanzenkohle von Dünger?
Pflanzenkohle speichert Kohlenstoff über einen sehr langen Zeitraum. Sie verbessert den Boden, reichert ihn aber nicht substanziell mit Nährstoffen an. Damit ist sie kein Ersatz für Dünger, der den Boden gezielt mit Nährstoffen versorgt.
Idealerweise werden Pflanzenkohle und Dünger als Kombination gesehen: Während Dünger beispielsweise Phosphor und Stickstoff abgibt, kann Pflanzenkohle dazu beitragen, diese Nährstoffe im Boden zu halten und deren Auswaschung zu reduzieren. Bäume brauchen Nährstoffe, ein gesundes Bodenleben und eine gute Bodenstruktur, die Wasser und Nährstoffe aufnehmen und speichern kann.
Wir empfehlen grundsätzlich die Kombination von Pflanzenkohle mit Wurmkompost.
Sind Pflanzenkohle und Terra Preta das Gleiche?
Pflanzenkohle ist ein Bestandteil der berühmten Terra Perta („schwarze Erde“) aus dem Amazonasgebiet. Diese extrem fruchtbare Erde entstand durch die langfristige Kombination von Pflanzenkohle mit organischem Material wie Küchenabfällen, Kompost, Dung und Mikroorganismen.
Während Pflanzenkohle für sich genommen ein Strukturmaterial ist, entsteht aus ihrer Kombination mit organischer Substanz ein lebendiger Dauerhumus – die Terra Preta. In deinem Garten kannst du mit Pflanzenkohle und Kompost deine eigene nährstoffreiche Erde herstellen. Du brauchst dazu Pflanzenkohle und beispielsweise einen guten Wurmkompost.

Wie wird Pflanzenkohle richtig verwendet?
Wir empfehlen, Pflanzenkohle vor dem Ausbringen anzureichern und erst danach in den Boden einzuarbeiten. Folge dabei diesen Schritten:
- Lege die Kohle in einen Eimer mit organischem Flüssigdünger und lasse sie etwa 48 Stunden ziehen. Achte darauf, dass der Dünger mit Mikroorganismen angereichert ist – beispielsweise flüssiger Wurmkompost.
- Nach 48 Stunden kannst du die Kohle in den Boden einarbeiten. Bei Neupflanzungen kannst du sie direkt ins Pflanzloch geben, bei bestehenden Bäumen oberflächlich im Bereich der Baumscheibe einarbeiten.
- Wir empfehlen etwa 5–15 % Volumenanteil im Substrat, bei Neupflanzung etwa 1–2 Schaufeln pro Pflanzloch.
- Den Flüssigdünger kannst du zusätzlich gleichmäßig im Wurzelbereich verteilen.
Wenn du keinen Flüssigdünger zur Verfügung hast, kannst du die Pflanzenkohle auch mit Kompost, Bokashi oder einem anderen organischen Dünger aktivieren.
Orientiere dich immer an der Anleitung des jeweiligen Produkts.
Durch Pflanzenkohle Kohlenstoff speichern
Pflanzen nehmen während ihres Wachstums CO₂ aus der Atmosphäre auf. Wird das Pflanzenmaterial anschließend durch Pyrolyse in Pflanzenkohle umgewandelt, bleibt der darin gespeicherte Kohlenstoff in stabiler Form über Jahrhunderte erhalten.
Statt also wie bei der Verrottung oder Verbrennung wieder als CO₂ in die Atmosphäre zu entweichen, wird der Kohlenstoff dauerhaft im Boden gespeichert. Dieses Prinzip nennt man Kohlenstoffsenke.
Auch wenn du nur geringe Mengen Pflanzenkohle einbringst: In einem kleinen Ausmaß bindest du Kohlenstoff im Boden und leistest damit einen Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasen.
Baumbad Wurmkompost
Wenn du Pflanzenkohle richtig einsetzen möchtest, solltest du sie vor dem Ausbringen mit Mikroorganismen und Nährstoffen anreichern. Besonders gut eignet sich dafür Wurmkompost. Er bringt lebendige Bodenorganismen und pflanzenverfügbare Nährstoffe mit, die sich in der Pflanzenkohle ansiedeln und dort langfristig verfügbar bleiben.
Bei baumbad findest du hochwertigen Wurmkompost, speziell abgestimmt auf die Bedürfnisse von Stadt- und Gartenbäumen.
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Bäume brauchen Nährstoffe, um gesund zu wachsen. In vielen Gärten oder Städten fehlen diese Nährstoffe im Boden, zum Beispiel weil Laub entfernt wird oder der Boden stark genutzt wird. Eine passende Düngung kann helfen, den Boden zu verbessern und das Wachstum des Baumes zu unterstützen. Wichtig ist aber, nicht einfach „auf Verdacht“ zu düngen, denn manche Böden enthalten bereits genug Nährstoffe.
Organische Dünger wie Kompost oder Wurmkompost wirken langsamer, verbessern aber langfristig den Boden und fördern das Bodenleben. Mineralische Dünger wirken schneller, liefern aber meist nur einzelne Nährstoffe. Für viele Bäume ist eine organische Düngung langfristig die nachhaltigere Lösung.
Ja, das kann sehr hilfreich sein. Mit einer Bodenprobe lässt sich feststellen, welche Nährstoffe im Boden vorhanden sind und welche fehlen. Außerdem wird der pH-Wert gemessen. So kann man den Baum gezielt düngen und Überdüngung vermeiden. Eine einfache Bodenanalyse kostet meist nur etwa 20–40 €.
Ein Nährstoffmangel kann sich zum Beispiel durch gelbe oder blasse Blätter, schwaches Wachstum oder wenig Blüten zeigen. Allerdings können ähnliche Symptome auch durch Trockenheit oder verdichteten Boden entstehen. Deshalb sollte man immer zuerst prüfen, ob der Baum ausreichend Wasser bekommt.
Ja, das ist möglich. Bewässerungssäcke geben Wasser langsam an den Boden ab. Wenn ein flüssiger Dünger mit Wasser gemischt wird, gelangt er gleichmäßig in den Wurzelbereich. So kommt ein großer Teil des Bodens rund um den Baum mit der Nährlösung in Kontakt.
Die beste Zeit zum Düngen ist meist im Frühjahr und Frühsommer, wenn der Baum wächst und neue Blätter bildet. In dieser Phase kann der Baum die Nährstoffe besonders gut aufnehmen. Sehr späte Düngungen im Herbst sind meist nicht sinnvoll.
Im Boden leben viele Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze und Regenwürmer. Sie bauen organisches Material ab und machen Nährstoffe für Pflanzen verfügbar. Ein aktives Bodenleben hilft dem Baum also, Wasser und Nährstoffe besser aufzunehmen. Organische Dünger können dieses Bodenleben unterstützen.
Super Idee, einfache Handhabung und von der Bestellung bis zur Lieferung alles bestens.
Michael K.